Polizeieinsatz in linker Hochburg Rigaer Straße: Vermummte Gruppe zündet Barrikaden in Berlin an

In der Nacht zu Mittwoch brennen im Friedrichshainer Nordkiez Barrikaden. Die Polizei reagiert mit einem Großeinsatz, inklusive Hubschrauber.

Kurz vor Mitternacht: Rauch und Flammen über dem Samariterkiez in Berlin-Friedrichshain. Gegen 23:50 Uhr am späten Dienstagabend melden sich Anwohner via Notruf bei der Berliner Polizei. Eine größere Gruppe Vermummter habe Unrat, E-Scooter und Verkehrsschilder auf die Straße geschleppt und angezündet. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen lodernde Flammen und eine große Rauchwolke über der Rigaer Straße.

Obwohl die Polizei schnell vor Ort ist und den Löscheinsatz der Feuerwehr begleitet, können die Tatverdächtigen unerkannt flüchten. Auch eine Absuche mit einem Hubschrauber über den Friedrichshainer Dächern bleibt erfolglos, wie der Tagesspiegel von der Berliner Polizei erfuhr. Durch die Flammen wurden der Asphalt der Fahrbahn und eine Straßenlaterne beschädigt.

Bis etwa 1:30 Uhr kam es zu mehreren Straßensperrungen in der unmittelbaren Umgebung der Rigaer Straße. Laut eines Polizeisprechers wurde niemand bei dem Einsatz verletzt, es kam zu keiner direkten Konfrontation zwischen Brandstiftern und Einsatzkräften.

Die Rigaer Straße rund um den autonomen Rückzugsort Rigaer 94 gilt als letzte Hochburg der linksradikalen Szene Berlins. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Polizeikräfte, unter anderem von umliegenden Dächern. Gleichzeitig ist es seit Jahren sehr viel ruhiger geworden im Friedrichshainer Nordkiez. Größere Krawalle, die einst an der Tagesordnung waren, sind zur Seltenheit geworden.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizeieinsatz-in-linker-hochburg-rigaer-strasse-vermummte-gruppe-zundet-barrikaden-in-berlin-an-16160353.html

Friedrichshain – Wieder Feueralarm in der linken Krawall-Hochburg! Vermummte haben am späten Dienstagabend Unrat auf der Rigaer Straße angezündet. Die Flammen schlugen hoch, beschädigten Straßenlaternen. Videos der Brandstiftung kursieren im Internet.

Wie die Berliner Polizei auf B.Z.-Nachfrage bestätigte, ging gegen 23.50 Uhr ein Zeugenhinweis ein. Mehrere Vermummte hatten auf der Kreuzung Rigaer Straße/Liebigstraße Unrat – darunter E-Scooter und -Fahrräder, Einkaufswagen und Gummifüße von Verkehrsschildern – auf die Fahrbahn gebracht und angezündet.

Ein heftiger Brand loderte mitten auf der Kreuzung. Die Feuerwehr brachte das Feuer jedoch schnell unter Kontrolle, verletzt wurde niemand.
Polizei fahndet mit Hubschrauber nach Tätern

Noch in der Nacht startete die Polizei eine großangelegte Fahndung. Streifenwagen suchten nach den Brandstiftern, ein Polizeihubschrauber überprüfte die Dächer der eng bebauten Gegend. Ohne Erfolg: Bislang konnte kein Tatverdächtiger ermittelt werden. Für die Suche wurden die umliegenden Straßen großflächig bis ca. 1.20 Uhr für den Autoverkehr gesperrt.

Erst letzte Woche hatten Unbekannte in der Rigaer Straße brennende Reifen auf die Fahrbahn geworfen und Holz angezündet. Als Polizisten anrückten, eskalierte die Lage: Die Einsatzkräfte wurden von Dächern aus mit Steinen und Flaschen beworfen und mit Pyrotechnik beschossen. Auch da entkamen die Vermummten unerkannt.

https://www.bz-berlin.de/berlin/vermummte-zuenden-unrat-an-wieder-feuer-attacke-auf-der-rigaer-strasse-6acf54328793815072940386

„Es ist rund um die Rigaer Straße gang und gäbe, dass Sachen auf die Straße aufgetürmt und in Brand gesetzt werden, um Feuerwehr- und folglich Polizeieinsätze auszulösen“, kritisiert Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. Nicht selten würden dann aus dem Hinterhalt von Dächern Pyrotechnik, Steine und andere Gegenstände auf Polizeibeamte geworfen. „Jeder Demokrat weiß, dass Polizei und Feuerwehr in dieser Stadt genug zu tun haben und dieser sinnfreie Krawalltourismus Kräfte bindet, die woanders benötigt werden“, so Jendro weiter.

https://www.morgenpost.de/berlin/article413412790/polizei-hubschrauber-im-einsatz-feuer-auf-der-rigaer-strasse-sorgt-fuer-sperrungen.html

2-1.png 1-0.png

passiert am 13.10.2026